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Am 05.März 2005 führte der auf Initiative der Unterzeichner gebildete Arbeitskreis eine Ortsbegehung des „Brunnengrabens“ im Abschnittsbereich Gärtnerei Strohmeier – in Richtung Norsingen - bis zur Brücke mit der gemeinsam gewünschten Aufgabenstellung durch:
Wie können durch gezielte Aufwertungsmaßnahmen entlang des Fliessgewässers "Brunnengraben“ frei lebende Tiere (Vögel und Fliessgewässerinsekten, besonders Libellen), Pflanzen und Bäume, insbesondere gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten geschützt bzw. ihr Lebensraum erhalten und weiterentwickelt werden?

Alle beteiligten Mitglieder des Arbeitskreises: Dr. Holger Hunger, Gemeinderat, Caspar Freiherr von Fürstenberg, Gemeinderat Ewald Fritz, Daniel Ramstein (Bund für Umwelt und Naturschutz), Oskar Stritt (NABU), Angelika und Leonhard Siegwolf waren sich darüber einig, dass bei einer positiven Realisierung eines solchen Projektes neue Zeichen für die Zusammengehörigkeit „Landwirtschaft und Naturschutz“ gesetzt werden können, damit das landwirtschaftliche Gesicht und der ökologische Wert im Interesse beider Seiten verbessert werden kann.
Gerade für die Vorbereitungsarbeiten wurde in enger Abstimmung mit Bürgermeister Jörg Czybulka und dem Bauhof Schallstadt sowie Vertretern des BLHV viel Zeit investiert.

Wir haben uns bemüht, einerseits die angrenzenden Grundstückseigentümer über unser Vorhaben zu informieren, bzw. deren Wünsche und Vorstellungen möglichst zu berücksichtigen und andererseits die Erfahrungen und Vorschläge von BUND und NABU sowie vom Diplombiologen Dr. Holger Hunger, der für die Mitarbeit für diese Aktion speziell für den Bereich Libellen gewonnen worden konnte, mit einzubeziehen.

Was für uns von Anfang an wichtig und von großer Bedeutung war:
Alle unsere Aktionen wollen wir zusammen mit der Grundschule Mengen durchführen. Die Kinder sollen schon von klein auf an unserem Langzeitprojekt aktiv und hautnah beteiligt werden nach dem Motto: „Alle in einem Boot“.
Unser Ziel war, auf diesem Bachabschnitt einen sogenannten Lehrpfad für „Jung und Alt“ anzulegen, d. h. alle verschiedenartigen Baum- und Wildsträucherarten sollen mit Namensschildern versehen, ebenfalls sollen Schautafeln und Bänke aufgestellt werden.


Zwei externe Stimmen zu unserem Projekt:

Besonders gefreut haben wir uns im Jahr 2008 über die vom Diplombiologen Dr. Holger Hunger vom Institut für Naturschutz und Landschaftsanalyse am 9.07.08
übermittelten Glückwunsch. Wörtlich schrieb Dr. Hunger:
Der Brunnengraben hat sich aus naturschutzfachlicher Sicht gut entwickelt, was eindrucksvoll dadurch belegt wird, dass ich erstmals die europaweit besonders geschützte Helm-Azurjungfer (Coenagrion Mercuriale) nachweisen konnte. Diese Art war bisher ja nur aus dem Grabenabschnitt westlich von Mengen bekannt; Sie ist aber auf der Tafel bereits genannt und es zeigt sich, dass unsere Hoffnung berechtigt war, dass sie nach Durchführung der Maßnahmen in das Gewässer einwandern kann. Es handelte sich um zahlreiche Tiere, die auch in den Wasserpflanzen am Graben Eier ablegten. Außerdem sah ich noch die Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx Virgo) und einige weitere Arten.
Siehe BZ Artikel vom 3.09.2008 (2.28 Neue Bewohner am Brunnengraben).

Manuel Hommel von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) teilte uns am 13.11.08 mit, dass der Naturlehrpfad „Brunnengraben Mengen“ als vorbildhaftes Projekt – als eine Art „Best-Practice-Beispiel" in ihre Projektliste aufgenommen wurde. Bericht ist im Internet unter
http://www.naturschutz.landbw.de/servlet/PB/menu/1274599/index.html
nachzulesen.

Der Arbeitskreis Brunnengraben wurde 2009 mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet.